"Kriege als Tool der Aussenpolitik"

Gestern Abend strahlte der ARD eine kritische Sendung über die Kommunikationsstrategie der Administration Bush im Kampf gegen den Terror aus. Der amerikanische Autor und Medienkritiker Norman Solomon äussert sich im Beitrag unter anderem wie folgt:

Ich glaube nicht, dass sich die Bush Administration jemals um die Wahrheit scherte. Es sei denn, sie passte gerade mal, um zu erreichen, was sie ohnehin wollte, nämlich amerikanische Interessen zu sichern. Kriege waren dabei immer ein Schlüsselelement der Aussenpolitik.

Solomon sieht vor allem auch in der Rolle der US-Medien ein Grundproblem zwischen Nationalismus und Journalismus:

Den Grundkonflikt zwischen Nationalismus und Journalismus gibt es überall . Aber hier in Amerika kommt eine Tradition des Hurra-Patriotismus dazu, der den Journalismus im Zweifel vor dem Nationalismus in die Knie gehen lässt. Und das ist immer eine Gefahr.

Man merke sich: die Ära eines US-Präsidenten neigt sich immer dann dem Ende zu, wenn sich die kritischen Stimmen mehren.


Backlinks

zurück zur Übersicht


GPM GmbH

© 2012, GPM GmbH