Update: Social Networking beim Bundesrat

Mitte Dezember 2007 machte auch in diesem Blog das Gerücht die Runde, dass die sieben Bundesräte im Social Network Facebook anzutreffen sind. Ich gebe zu, ich war überrascht. Soviel Volksnähe hätte ich unserer Landesregierung gar nicht zugetraut.

Screenshot des Facebook-Profils von Bundesrat Moritz Leuenberger
[Screenshot des Facebook-Profils von Bundesrat Moritz Leuenberger]

Wie sich nun aber herausstellt, wussten die Magistraten gar nichts von ihrem Glück. Die NZZ berichtet nämlich heute, dass die bundesrätlichen Facebook-Profile im letzten Dezember von einem 25-jährigen Wirtschaftsstudenten aus Neuenburg erstellt wurden. Sein Ziel ist es, möglichst viele Facebook-Nutzer mit den Profilen der Bundesräte zu vernetzen. Mit dem Druck der Facebook-Community sollen die Bundesräte dazu bewegt werden, dem Netzwerk tatsächlich beizutreten und den Kontakt zu jüngeren Bürgern zu suchen.

Ob die Bundesräte das auch wirklich tun werden, bleibt indessen offen. Wie die NZZ schreibt wird eine Arbeitsgruppe bis Ende März 2008 Antworten auf die Fragen suchen, ob und wie Regierung und Verwaltung neue partizipative Kommunikationsmöglichkeiten im Internet nutzen sollen.

Grundsätzlich fände ich es sehr begrüssenswert, wenn die Landesregierung verstärkt auch den Onlinedialog mit den Bürgern suchen würde. Für den Erfolg eines echten Onlineaustausches braucht es jedoch viel Zeit und eine gute interne wie externe Kommunikationsstrategie. Ich bin daher gespannt, zu welchem Schluss die Arbeitsgruppe des Bundesrates kommen wird.

Via: Twitter

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